Sven Kilchenmann »
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SPÄTESTENS SEIT DEM DARKSTAR VIDEO MIT GUY KÄMPFEN SOLLTE MAN SVEN IN DER SKATESZENE KENNEN. BEKANNT ALS TECH SKATEBOARDER AUS ZÜRICH HAT SICH SVEN IN EUROPA UND BIS IN DIE STAATEN EINEN NAMEN GEMACHT UND GEHÖRT MITTLERWEILE ZUR TOP ELITE IN EUROPA.


Fotos und Interview von Lukas Maeder www.lukasmaeder.ch
Sven fährt für Network Skateshop Zürich, ÉS Footwear, Safari Clothing, Brazil Dist., Bones Wheels and Bearings.
Hier in der Schweiz spricht man immer wieder über Sven, wenn das Wort Zürich fällt. Sven und Zürich gehören irgendwie einfach zusammen. So liegt es auch nahe, dass Sven wohl schon alle Spots rund um Zürich halb totgefahren und mit seinen super Techtricks beglückt hat. Wenn Sven an einem Contest auftaucht, weiss man, dass es ungemütlich wird. Aber wahrscheinlich habt Ihr schon 1000 Geschichten über Sven gehört… Von seinen legendären Wutausbrüchen bis dahin, wann Sven seinen letzten Banger gefilmt hat. Uns ist das egal… Wir haben ihn um ein exklusives Interview gebeten und wollten den Stand der Dinge aus seiner Sicht wissen. So here it is.
Hej Sven, alles klar?
Ja, alles klar. Ein bisschen müde. Ist schon etwas spät.
Wo bist du gerade?
Bei mir zu Hause in Zürich-Wiedikon in der Küche, da, wo es am schönsten ist. Vor allem, wenn man Hunger hat. Mmmjamhh.
Wie lange wohnst du eigentlich selbst schon in der Stadt? Und was geht ab dort?
Offiziell angemeldet bin ich seit bald zwei Jahren. Aber leben tu ich hier, seit ich etwa 11 Jahre alt bin. Ich bin ursprünglich von Steinmaur im Züricher Unterland, aber ich fing schon früh damit an, in die Stadt zu gehen. Vor allem wegen den besseren Spots. Dort traf man sich dann halt immer auf der Landiwiese und am Abend ging man evtl. noch in die Stadt streetskaten. Der Löwenplatz war Ende der 90er Jahre der Hotspot.
Warum wird immer behauptet, dass Zürich keine Spots habe? Jedes Mal wenn ich wieder hier bin gibt’s was Neues…
Oh, das Problem ist eher, dass es zu viele hat. Nur keinen richtigen, wo du vom Randstein bis zur Riesen-Hubba alles findest. Deshalb sind wir schlussendlich immer uneinig und „vergeuden“ den Tag lieber im Ghettopark. Aber im Vergleich zu vielen anderen europäischen Städten schneidet Zürich ‚spotwise’ meiner Ansicht nach ziemlich gut ab. Schon allein wegen Oerlikon und all den Vororten… es sind unzählige!!
Anderes Thema: Vorletztes Weekend bist du gerade an den European Open in Basel 3th geworden…
Ja, zum Glück. Sonst hätte ich diese Woche nicht noch Ferien.
Wie stehst du zu solchen „Grossveranstaltungen“? Du bist ja nicht wirklich für deine starken Nerven bekannt.
Ich werde schon nervös, aber ich mache einfach so simple Tricks, die gar nicht missglücken können. Und wenn du schon einige k-grinds und lipslides aneinander gereiht hast, kannst du zum Schluss auch mal einen switch front blunt versuchen und wenn der noch hinhaut, ist gut.
Du bist schon einige Jahre dabei und überraschst in jedem neuen Videopart mit Bangers und killst halb Zürich. Was motiviert dich und mit wem bist du so unterwegs?
Meine Motivation ist meine Leidenschaft und alle, die diese Leidenschaft sichtlich mit mir teilen, sind meine Motivation. Klingt kompliziert, ist aber ein ganz einfacher Kreislauf. So pusht man sich gegenseitig und ist imstande Höchstleistungen zu vollbringen. Mit meinen Homies halt!!! Ich kann nicht anfangen Namen zu nennen, es wären zu viele. Thx all.
Ok. was hat es mit dem Gerücht auf sich, dass du der neue Besitzer des Network Skateshops in Zürich bist? Du bist ja rund um diesen Shop grossgeworden…
Das ist kein Gerücht. Auf dem Papier bin ich der rechtmässige Besitzer. Aber Network, das sind wir alle, das ist eine grosse Gemeinschaft. Fast eine Art soziale Institution. Z.B. verschenken wir alte complete boards an die Ghettokinder im Skatepark, so dass sie eine sinnvolle Beschäftigung haben. Jeder, der mal in der Bäckeranlage war, weiss, wovon ich spreche. Nur leider verdienen wir (noch) nichts daran, anderen eine Freude zu machen.
Wenn du nicht im Network arbeitest oder skatest, bist du am Fischen, richtig? Was machst du sonst noch so?
Ja, angeln gehe ich ab und zu. Ich esse gerne Egli im Bierteig und von denen hat es reichlich im Zürisee. Sonst arbeite ich. Normalerweise irgendwelche Aushilfsjobs. Ich habe halt keinen richtigen Abschluss. Vielleicht etwas mehr Lebenserfahrung, aber auf dem Papier bin ich in einem Wirtschaftsland wie der Schweiz ein Niemand. Aber das finde ich zurzeit ganz okay. Ich geniesse die Freiheit zu sehr, auf der Erdkugel umher streifen zu können und neue Marmorledges und Stairs zu zerlegen. Ich nehm es, wie es kommt.
Aight, denke das war’s mal…
Danke schön. Thanks, merci. Grazie. Gracias.

Another amazing Alan Maag Photo! Yee! 
The 